Kornelkirschen


 

 

 

 

Der mehr als 4 Meter hoch wachsende Strauch-Baum fällt im Vorfrühling durch seine hellgelben, nektar- und pollenreichen Blüten-Dolden auf, die noch eher erscheinen, als Forsythien-Blüten und deshalb von Wald- und Honigbienen gern besucht werden. Die Kornel-Kirsche ist vor allem in den südeuropäischen Ländern verbreitet. So wächst sie beispielsweise in Ungarn an Berghängen, wo sie „som“ [gesprochen: schoom] heißt. Hier schätzt man nicht nur die Wildkirsche für vielerlei Speisen, sondern auch das harte Holz, das für Werkzeugstiele Verwendung findet. In Nordeuropa wird sie auch schon seit Jahrhunderten in Kloster- und Parkanlagen kultiviert.

Im Muskauer Park sind alte Kornelkirschbäume an verschiedenen Stellen des Schloss- und Badeparks zu finden, die wir Kinder ganz genau kannten. Sie halfen uns, die schweren Nachkriegsjahre zu versüßen. Dazu musste man allerdings wissen, dass die reifen, roten Kornelkirschen mit dem länglichen Stein zunächst quietsch-sauer sind und erst durch Nachreifen an einer geschützten Stelle die angenehme Süße erhalten.
   
 
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Stand: 21-Feb-2012